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Herzlich willkommen bei der Loreley Freilichtbühne! Hier finden Sie Informationen über einen der legendärsten Veranstaltungsorte der Welt.

 

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OFFENER BRIEF AN DIE BÜRGER DER STADT ST. Goarshausen

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Sankt Goarshausen,

glauben Sie, dass die politisch Verantwortlichen Ihrer Stadt im Bezug auf die Loreley Freilichtbühne noch wissen, was sie tun? - Wenn wir sehen und hören, was beschlossen und öffentlich kommuniziert wird, müssen wir davon ausgehen, dass sich die Verantwortlichen in einer Blase aus Fehlinformationen, Halbwahrheiten und strategischen Fehleinschätzungen bewegen und dabei übersehen, dass sie mit dem eingeschlagenen Weg keine Probleme lösen, sondern sie verschärfen. Sie schaden der Freilichtbühne und damit der Stadt, also Ihnen.

In der Vergangenheit, insbesondere in den letzten Wochen, wurde viel in der Öffentlichkeit über die Freilichtbühne kommuniziert, vieles davon verzerrt, verkürzt, leidenschaftlich oder gar falsch. Um zu deeskalieren, haben wir meist geschwiegen. Jetzt wird die Sache immer gefährlicher und die öffentliche Verunsicherung nimmt zu. Deshalb wollen wir Ihnen mit diesem offenen Brief die Möglichkeit geben, sich selbst einen Eindruck über das Geschehen und die Folgen des Handelns von Stadtrat und Bürgermeister zu verschaffen.

Der Streit um die Loreley-Freilichtbühne geht inzwischen ins vierte Jahr, ohne dass ein Ende absehbar ist. Um die diversen Streitigkeiten einer gütlichen Lösung zuzuführen, waren (und sind) wir zu einem Mediationsverfahren bereit. Vor kurzem hat Bürgermeister Nico Busch mithilfe des SWR die Öffentlichkeit – und somit auch uns – darüber informiert, dass der Rat der Stadt Sankt Goarshausen trotz der eindringlichen Hinweise des Landgerichts Koblenz in dem Gerichtstermin vom 29.10.2020 über die Pachtzahlung 2017-2019 für die Loreley-Freilichtbühne nicht bereit ist, mit uns als dem Pächter und Vertragspartner der Stadt in ein Mediationsverfahren zu gehen. Verhandlungen seien zwar möglich, wenn wir ein »gutes Angebot« vorlegen, Voraussetzung sei jedoch die Hinterlegung einer Sicherheit in Höhe der geforderten Pacht. Andernfalls sei der Stadt das Insolvenzrisiko der Loreley-Pächterin zu groß.

Diese Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen. Insbesondere scheinen sowohl Stadtrat als auch der Bürgermeister Ursache und Wirkung zu verwechseln. Offenbar realisieren weder die Mitglieder des Stadtrates, noch der Bürgermeister die Folgen dieser Entscheidung. Die Stadt sieht offenbar nicht, was auf sie zukommt. Daher ist es uns ein Anliegen, Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, darüber zu informieren, welches enorme Risiko die Stadt Sankt Goarshausen mit ihrem Vorgehen in dieser Sache eingeht.

Auslöser des Streits ist unsere Pachtminderung seit 2017. Diese hat natürlich, wie alles, eine Vorgeschichte, die man nicht ausblenden darf. Kurz gefasst sieht diese Vorgeschichte so aus:

Beim Abschluss des Pachtvertrages wurde uns von Seiten der Stadt sowie des Landes zugesichert, die angemietete Freilichtbühne und ihre Umgebung grundlegend zu sanieren, was auch dringend nötig war. Der damalige Stadtrat hatte schon 2009 einen detaillierten Sanierungsplan verabschiedet. Dieser Sanierungsplan war Grundlage der Verhandlung unseres Pachtvertrages. Im Vertrauen darauf, dass der Sanierungsplan umgesetzt wird, haben wir den Pachtvertrag abgeschlossen. Die Sanierung, die ursprünglich 2011 beginnen sollte, verzögerte sich leider immer wieder. 2013 wurde uns verbindlich per Vertrag versprochen, die »Ertüchtigung« der Bühne spätestens 2015 zu erledigen. Schon da war sie um ein Vielfaches teurer geworden, als ursprünglich geplant.

Die Bauarbeiten begannen 2016. Kurz vor Beginn der Spielsaison 2017 wurde uns dann die Bühne wieder übergeben, geschafft war allerdings nur ein 1. Teilabschnitt der Ertüchtigung, und auch der war vollkommen unzulänglich ausgeführt. Die Bühne war eine Baustelle. Das aufwendig neu errichtete Bühnendach war eine Fehlplanung, es taugt als Wetterschutz nur, wenn es windstill ist und nicht regnet. Der für uns wichtigste Teil der Sanierung, der Bau eines neuen Backstage-Gebäudes und neuer Künstlergarderoben, wurde überhaupt nicht durchgeführt. Wir mussten deshalb unter großem zeitlichen Druck und mit enormem Personal- und Geldaufwand (!) die Bühne für die Spielsaison notdürftig spielbereit machen. Die Aufwendungen dafür überschritten die geschuldete Pacht bei weitem.

Die damaligen Verantwortlichen der Stadt hatten für unsere Kritik an den Baumaßnahmen nur ein Achselzucken übrig. Gespräche über eine zeitnahe Mängelbeseitigung fanden nicht statt. Der zweite Bauabschnitt verschwand von der Tagesordnung. Daraufhin haben wir für 2017 die Pachtzahlung eingestellt, da die Stadt ihrer Verpflichtung, die Bühne in einem sanierten Zustand zu überlassen, nicht nachgekommen war. Leider hat auch das nicht dazu geführt, dass die Stadt sich auf ihre Verpflichtungen zurückbesonnen hätte. Die Reaktion war stattdessen die Erhebung einer Zahlungsklage. Wohlgemerkt: einer Zahlungsklage gegenüber einem Pächter, der erhebliche Aufwendungen treiben musste, um die Versäumnisse der Stadt zu kompensieren.

Seit 2017 haben wir nachweislich mehrere Einigungsversuche gestartet und Lösungsvorschläge unterbreitet, sie wurden jedoch ausnahmslos ignoriert oder abgeschmettert.

In 2018 blieb der Zustand der Bühne genauso unhaltbar wie im Vorjahr. Deshalb haben wir auch für dieses Jahr keine Pacht bezahlt. Wir denken, das war unser gutes Recht. Es würde doch auch kein Mieter brav Miete bezahlen für eine Wohnung, die unbewohnbar ist, weil der Vermieter seiner ausdrücklich übernommenen Verpflichtung, die Wohnung grundlegend zu sanieren, nicht nachkommt, und die der Mieter erst einmal mit eigenen finanziellen Mitteln einigermaßen bewohnbar machen muss.

Wie zu erwarten war, entstanden uns auch in 2018 finanzielle Mehraufwendungen in Höhe der eigentlich vereinbarten Pacht, um abermals die Bühne in einen bespielbaren Zustand zu

versetzen. Gespräche über Mängelbeseitigung oder Fertigstellung der bisher nur zum Teil erbrachten Renovierung: erneut Fehlanzeige.

In 2019 trat mit Matthias Pflugradt ein neuer Bürgermeister auf den Plan, der kooperations- und gesprächsbereit war. Mit ihm wurde ein Konzept für die zügige Mängelbeseitigung und Durchführung des 2. Bauabschnitts entwickelt, zugleich von uns ein finanzielles Entgegenkommen versprochen. Daraufhin haben wir für 2019 die Hälfte der vereinbarten Pacht gezahlt, obwohl sich an den vertragswidrigen Zuständen bis dahin nichts geändert hatte. Die Zahlung sollte ein Zeichen des aufeinander Zugehens sein. Der Stadtrat lehnte das Konzept jedoch ohne Mitteilung von Gründen kompromisslos ab und rief das Gerichtsverfahren wieder auf. Bürgermeister Pflugradt musste zurücktreten.

Bereits kurz nach Eingang der Klage der Stadt hatte das angerufene Landgericht Koblenz dringend zu einer Mediation geraten. Gescheitert ist die Mediation letztendlich an der fehlenden Bereitschaft der Stadt, einer auch für sie vorteilhafteren Regelung der Gebühren für den Mediator zuzustimmen. Die Mediationsvereinbarung haben wir in unserem Sinne verhandelt, sie ist unterschrieben, aber eben nur von uns. Anstatt also unter Mitwirkung eines erfahrenen Mediators eine einvernehmliche und den Interessen beider Seiten gerecht werdende Lösung zu finden, ließ die Stadt die Situation eskalieren, kehrte ins streitige Verfahren zurück und kündigte den mit uns abgeschlossenen Pachtvertrag fristlos.

Mängelrügen lässt die Stadt nicht gelten und geht sogar soweit, die Kündigung darauf zu stützen, dass (auch) in 2020 keine Pacht gezahlt wurde. Offenbar ist es den Verantwortlichen entgangen, dass für die gesamte Saison pandemiebedingt ein Veranstaltungsverbot gegolten hat und die Bühne deshalb von der Verpächterin logischerweise nicht für den vereinbarten Zweck zur Verfügung gestellt werden konnte. Selbstverständlich sind wir der Kündigung entgegengetreten. Das Landgericht Koblenz wird im Januar entscheiden können, ob es die Kündi¬gungen für rechtmäßig hält.

Gespräche über den wichtigen 2. Bauabschnitt der Bühnenertüchtigung finden weiterhin nicht statt. Wir werden wohl gezwungen sein, die Fortsetzung der mit uns vereinbarten Renovierung der Bühne vor Gericht einzufordern.

Man sieht: Der Umgang der Stadt mit dem Vertragspartner, der die wohl wichtigste und wertvollste Immobilie der Stadt bewirtschaftet, nämlich die Freilichtbühne, hat (abgesehen von der vertragswidrig nicht durchgeführten Sanierung) schon seit längerem Formen angenommen, die nicht vertretbar sind. Wo immer möglich, haben Stadt und Verbandsgemeinde uns als Pächter und Betreiber einer Konzertveranstaltungsstätte massive Knüppel zwischen die Beine geworfen. Um nur ein paar Beispiele aus jüngerer Zeit zu nennen:

- Im Zuge der Neugestaltung und Errichtung des Kultur- und Landschaftsparks verlegten die Verantwortlichen gegen unseren erklärten Willen den Eingangsbereich samt Busvorfahrten etc. genau in den Bereich, in dem der Lieferverkehr für Freilichtbühne und Biergarten stattfindet. Dieses bei Konzertveranstaltungen ohnehin enge Nadelöhr für die zahlreichen Sattelschlepper, die das für Konzerte benötigte technische Equipment anliefern, wird nun auch noch von den Besuchern des Kultur- und Landschaftsparks gekreuzt, und das völlig ohne Not. Ein logistischer Albtraum.

- Die Stadt hat trotz energischen Widerspruchs von unserer Seite zugelassen, dass eine große Rasenfläche auf dem Loreley-Plateau, die zu den an uns mitverpachteten Park- und Abstellflächen der Freilichtbühne gehört, an die Investoren des ominösen Hotelneubaus verkauft wird. Das gleiche gilt für den bisher von unseren Besuchern mitgenutzten Campingplatz. Erst mit dem Verkauf dieser beiden Grundstücke ist das hypertrophe Hotelprojekt möglich geworden.

- Mit dem Wegfall des Campingplatzes ist es wirtschaftlich unsinnig geworden, mehrtägige Festivals auf der Freilichtbühne zu veranstalten. Das ist deshalb besonders schade, weil gerade diese Festivals ein Markenzeichen der Loreley-Freilichtbühne geworden sind, seitdem wir sie bewirtschaften.

- Was das Hotelprojekt neben dem ersatzlosen Wegfall von wichtigen Flächen für die Pächterin der Freilichtbühne für den Konzertbetrieb der Zukunft bedeutet, kann sich jeder ausmalen: In der geplanten »Entschleunigungsoase« sollen bis zu 700 Gäste zeit-weilig oder dauerhaft logieren, denen Rockkonzerte in unmittelbarer Nachbarschaft natürlich ein Dorn im Auge sein werden. Permanente Auseinandersetzungen zwischen den Nachbarn sind vorprogrammiert.

Spätestens hier wird offenkundig, dass es wohl vor allem dieses ehrgeizige Hotelprojekt ist (dessen Sinnhaftigkeit nicht nur wir massiv infrage stellen), das bei den Entscheidungsträgern der öffentlichen Hände – Stadt, Verbandsgemeinde, Behörden – den Blick für die Realitäten vernebelt hat. Realität ist, dass dieses fragwürdige Riesenprojekt dem Loreley-Plateau schwerwiegenden Schaden zufügen wird, am meisten der Freilichtbühne. Ein Pächter dieser Freilichtbühne, der seit Bekanntwerden dieser Pläne immer wieder auf die gravierenden Nachteile hingewiesen hat, ist da nur ein Störfaktor und soll so schnell wie möglich eliminiert werden.

Als obszön empfinden wir es schließlich, dass die Stadt Sankt Goarshausen einen von der Pandemie ohnehin extrem gebeutelten Konzertveranstalter sehenden Auges in den Ruin treiben will, während gleichzeitig der Bund und das Land Rheinland-Pfalz millionenschwere Hilfsprogramme auflegen, um den Mitgliedern der Veranstaltungsbranche die Folgen der Pandemie zu mildern. Die Stadt verfolgt hier rigoros ihre eigenen Fantasien, ohne sich um die Frage, wer statt uns in dieser schwierigen Situation auf der Loreley Freilichtbühne einen sinnvollen Konzertbetrieb organisieren soll, irgendwelche realistischen Gedanken zu machen.

Das Vertrauen der städtischen Entscheidungsträger darauf, dass die ausgesprochenen Kündigungen endlich einen lästigen Bühnenpächter zum Schweigen bringen, könnte leicht enttäuscht werden. Die Kündigungen sind formal und materiell rechtswidrig. Da sind wir uns sicher. Bürgermeister Busch wird sich sicher noch daran erinnern, dass der Vorsitzende der Kammer des Landgerichts Koblenz, wo die Pachtklage Ende Oktober verhandelt wurde, von einem beträchtlichen Prozessrisiko der Stadt gesprochen und erklärt hat, dass ein langwieriger Prozess bevorstehen werde, wenn keine schnelle Einigung erfolgt. Wenn der Bürgermeister und der Stadtrat es vor diesem Hintergrund dennoch darauf ankommen lassen, hoffen wir, dass sie wissen was sie tun. Das Insolvenzrisiko, das sie so wortreich heraufbeschwören, wird dadurch jedenfalls keinen Deut kleiner.

Wir werden die Freilichtbühne niemals kampflos aufgeben. Zuviel Zeit, Energie und finanzielle Mittel haben wir in die Neubelebung der Freilichtbühne gesteckt, die uns seit mehr als zehn Jahren ein Herzensanliegen ist.

Selbst wenn das Landgericht zu unseren Ungunsten entscheiden sollte, werden Jahre ins Land gehen, bis eine rechtskräftige Entscheidung vorliegt. Auch die Richter am Koblenzer Landgericht hatten ersichtlich Schwierigkeiten, sich vorzustellen, wie die Stadt in Zeiten wie diesen einen alternativen Betreiber der Freilichtbühne finden will. Eines sei klar gesagt: Die Stadt riskiert nicht nur einen jahrelangen Rechtsstreit mit ungewissem, möglicherweise für die Stadt extrem teurem Ausgang, sondern auch einen jahrelangen Stillstand auf der Bühne. Den hat dann nicht die Pandemie verursacht, sondern die Großmannssucht und Realitätsferne der Stadt, der Verbandsgemeinde und ihrer Verantwortlichen.

 

Bleiben Sie gesund!

 

Ulrich Lautenschläger und Frank Otto

Wichtiger hinweis zum Camping platz loreley

Achtung: Der Campingplatz wird ab 01.11.2019 nicht mehr von der Loreley Venue Management GmbH verwaltet und bewirtschaftet!

 

Es werden keine E-Mails beantwortet und keine telefonischen Reservierungen entgegengenommen.

 

Auch seitens der Loreley Touristik kann kein Campingangebot auf dem Loreley Plateau vermittelt werden.

Für Informationen bezüglich alternativen Übernachtungsangebote im Bereich der Loreley, steht Ihnen gerne die Loreley-Touristik zur Verfügung.

 

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis

 

Ihr Campingplatz Team Loreley


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